Zwischen Sehensucht und Saphirblau
Zwischen Sehnsucht und Saphirblau
Wer Mallorca wirklich erleben will, muss den Blick über das saphirblaue Band seiner Küsten schweifen lassen. Weit entfernt vom Trubel des Massentourismus verbergen sich an den Rändern der Insel Küstenabschnitte von fast unwirklicher, ungezähmter Schönheit. Es sind Orte, an denen das Licht des Mittelmeers auf zerklüftete Klippen und feinsten, hellen Sand trifft, als hätte die Natur selbst hier ein Meisterwerk der Malerei geschaffen.

Im tiefsten Süden der Insel, weit abseits der nächsten asphaltierten Straße, verbirgt sich ein Strand von fast skulpturaler Ästhetik: die Cala Màrmols. Ihren Namen verdankt die „Marmorbucht“ den bis zu zwanzig Meter hohen, hellen Steilwänden, die sie wie ein natürliches Amphitheater einrahmen und das gleißende Licht der mallorquinischen Sonne auf magische Weise reflektieren. Zusammen mit dem feinen, weiß-rosa Sand und dem absolut kristallklaren, smaragdgrünen Wasser entsteht hier eine Farbkomposition, die eher an ein unberührtes Südsee-Atoll als an das europäische Mittelmeer erinnert.
Wer die Cala Màrmols erleben möchte, muss sich diese Schönheit allerdings verdienen. Da kein Fahrweg zu dieser Bucht führt, bleibt sie bis heute ein exklusiver Zufluchtsort für Entdecker. Sie ist entweder über einen spektakulären, gut fünf Kilometer langen Küstenwanderweg vom Cap de Ses Salines aus zu erreichen oder – noch eleganter – von der Seeseite aus mit dem Boot. Die Belohnung für den Weg ist eine tief empfundene Stille und Einsamkeit, die im Sommer auf Mallorca ihresgleichen sucht. Ein Ort wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, der die wilde, ursprüngliche Kraft der mallorquinischen Natur in ihrer reinsten Form feiert.
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